Über uns

Die Köpfe hinter der Initiative Verwaltungsrebellen

Um die vielen Rebell*innen zu feiern, die zeigen, dass Verwaltung auch anders kann, haben Dorothea Herrmann (im Bild links) und Sabine Schwittek 2019 die Initiative Verwaltungsrebellen gestartet. Beide sind freiberufliche Organisationsberaterinnen und zusammen Inhaberinnen von synexa. Beide verbinden Wirtschaftsinformatik und Organisationspsychologie und sind voller Sympathie für alle, die Gemeinwohl und Gesellschaft mitgestalten – in öffentlicher Verwaltung, in non-profit-Organisationen. Mit dem klaren Wunsch, die Menschen, die in diesen Organisationen arbeiten, zu unterstützen: dabei, wirksamer zu arbeiten, besser zusammenzuarbeiten – und Spaß an dieser Arbeit zu haben, auch wenn es um ernste Themen geht. Beide sind mit einer ordentlichen Portion Tatendrang und Rebellentum ausgestattet – damit es vorangeht, leichter und besser wird.

Unser Büro auf Zeche Zollverein ist kein Zufall: hemdsärmeliger Einsatz, Klartext, Sorgfalt,  Bodenhaftung und trockener Humor – mit diesen „Ruhrpott-Qualitäten“ unterstützen wir sehr gern alle, die auch etwas Rebellentum in ihr Arbeitsfeld einbringen wollen.

Wir arbeiten also nicht in, aber aus Überzeugung für und mit Verwaltungen

Wir glauben, dass Unternehmen mit einer gemeinwohlorientierten Haltung und den passenden Unterstützer*innen eine wichtige zivilgesellschaftliche Kraft sein können. Daher sind wir bei synexa auch bereit, in unserer Arbeitszeit Dinge zu tun, die zwar Sinn, aber nicht unmittelbar Geld bringen. Damit das nicht ausufert und wir am Ende keine Zeit mehr zum Geldverdienen haben, müssen wir uns hier selbst Grenzen setzen. Im Fall der Initiative Verwaltungsrebellen ist unser ehrenamtlicher Beitrag:

  • Wir betreiben einen Blog, in dem wir freigiebig Wissen teilen, das zum einen durch Interviews genährt ist, die wir mit Verwaltungsrebellen führen, und zum anderen durch Erfahrungen aus unserer Tätigkeit als Organisationsberaterinnen in Verwaltungen.
  • Über Beiträge auf Veranstaltungen und vernetzte und vernetzende Kommunikation in sozialen Medien (insb. Twitter) streuen wir die Idee des Verwaltungsrebellentums.

Für alle Aktivitäten, die darüber hinausgehen, müssen wir finanziert werden:

  • Wenn es darum geht, Veranstaltungen für Verwaltungsrebellen anzubieten und sie unentgeltlich dabei zu unterstützen, sich zu vernetzen und Neues in ihren Verwaltungen und miteinander auszuprobieren, sind wir auf Fördermittel angewiesen. So haben wir uns zum Beispiel als Regionales Open Goverment Labor beworben (und warten gerade auf den Zuwendungsbescheid). In Förderprojekten kalkulieren wir übrigens mit deutlich reduzierten Honoraren.
  • Wenn wir als synexa direkt oder auch mittelbar über die Initiative Verwaltungsrebellen konkrete Anfragen von Verwaltungen erhalten, die sich Vorträge, Qualifizierungen oder Beratung in Bezug auf neue Arbeitsformen wünschen, dann müssen wir uns dafür ganz normal als Beraterinnen bezahlen lassen. Auf diese Weise können wir die Initiative Verwaltungsrebellen und ihre ehrenamtlichen Aktivitäten über synexa-Aufträge quersubventionieren.

Wir sind somit eine zivilgesellschaftliche Initiative, die sich für die Verwaltung engagiert. Auf diese Weise drehen wir den Empowerment-Spieß mal um, wie es Organisations- und Demokratieentwickler Dr. Raban Daniel Fuhrmann formuliert hat:

„Alle reden immer davon, dass Verwaltung Zivilgesellschaft beteiligen soll. Aber die Verwaltung selbst bleibt dabei oft außen vor. Wenn Verwaltung wüsste, was Verwaltung weiß und kann… Was die Initiative Verwaltungsrebellen total spannend macht: Hier geht’s nicht darum: Verwaltung beteiligt und stärkt Zivilgesellschaft. Sondern: Zivilgesellschaft beteiligt und stärkt Verwaltung.“

Bislang (aber das ist nicht in Stein gemeißelt) erscheint es uns nicht sinnvoll, für die Initiative Verwaltungsrebellen einen eigenen Verein zu gründen. Weil es so viele Überschneidungen zwischen der Initiative und synexa gibt, dass es schwerfallen würde, das eine von dem anderen präzise zu trennen. Für die Verwaltungsrebellen können wir gerade deshalb so wirksam sein, weil wir unsere Erfahrungen als Beraterinnen einbringen.

Letztlich wollen wir auch zeigen, dass ehrenamtliches Engagement und unternehmerisches Handeln kein Widerspruch sein müssen. Einnahmen an der einen Stelle helfen uns dabei, uns an anderer Stelle unentgeltlich zu engagieren.