Wer Verwaltungsarbeit nachhaltig verbessern und die eigenen Leistungen effizienter, schneller und wirkungsorientierter erbringen will, kommt am Prozessmanagement nicht vorbei. Entsprechend stoßen viele Verwaltungen dazu ambitionierte Vorhaben an – meist verbunden mit der Einführung einer Prozessplattform. So manche Behörde denkt jetzt ganz grundsätzlich, groß und gründlich: Sämtliche Fachbereiche sollen ihre Prozesslandschaften erheben und nach und nach möglichst viele ihrer Abläufe in detaillierten Modellen abbilden.
In der Praxis erleben wir, dass solche Mammutvorhaben mit großen Hoffnungen starten – nicht selten geht ihnen aber irgendwo auf der Strecke die Puste aus. Es fließen viel Zeit und Energie in die Erhebung und Modellierung – die später für die eigentliche Verbesserung der Prozesse fehlen.
Gleichzeitig spüren Führungskräfte und Teams im Alltag, wie dringend genau diese Verbesserungen gebraucht werden. Sie merken, dass Prozesse knirschen, umständlich ablaufen oder wenig serviceorientiert sind. Personalmangel und knappe Budgets erhöhen den Druck im Kessel. Doch vor lauter Bäumefällen ist es nicht leicht, im Alltag einen Pack-an zu finden, um die Axt zu schärfen. Und nicht immer ist eine aufwändige Prozessmodellierung das passende Werkzeug dafür.
Wir möchten daher eine Lanze brechen für pragmatische Wege der Prozessoptimierung, die mit überschaubarem Aufwand konkrete Verbesserungen ermöglichen. Als Beispiel dafür stellen wir in diesem Beitrag ein Workshop-Format vor, mit dem Sie einen Prozess in rund einer Stunde spürbar voranbringen können. Und wir ergänzen einige weitere Anregungen für Prozessoptimierungen im Alltag. Weiterlesen










